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Crying Freeman

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Crying Freeman – Der Sohn des Drachen (4K)

USA / Frankreich / Kanada / Japan 1995

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 102 Min.

Vertrieb: Al!ve AG

Filmzine-Review vom 09.07.2020

Profi-Killer Yo (Mark Dacascos) wird bei einem Auftrag von der Malerin Emu (Julie Condra) beobachtet. Statt die Zeugin zu beseitigen, verliebt sich Yo in Emu. Damit stellt sich die Kampfmaschine gegen seinen Auftraggeber, den chinesischen Geheimbund „Söhne des Drachen“…

Crying Freeman basiert auf einem berühmten japanischen Manga, das 1990 bereits für das Kino adaptiert wurde (Dragon from Russia). Die wesentlich bekanntere und bessere Version ist aber die Verfilmung von Christophe Gans, die sich im Laufe der Zeit längst einen kleinen aber feinen Kultstatus aufgebaut hat. Der französische Regisseur orientiert sich visuell an dem Stil der Werke von John Woo, mit ordentlicher Härte, massivem Einsatz von Zeitlupenstudien und unterhaltsamen choreografierten Martial Arts-Einlagen. Die mit elegischer Musik untermalte Inszenierung unterstreicht die in diesem Genre doch eher seltene, fast schon melancholische Grundstimmung. Hauptdarsteller Mark Dacascos hebt sich seine beeindruckende Kampfkunst bis zum Finale auf. Von einigen Ausnahmen abgesehen (zuletzt als Bösewicht in John Wick 3), trat der Schauspieler anschließend überwiegend in deutlich schwächeren B-und C-Filmen in Erscheinung. Regisseur Gans gelang ein paar Jahr später mit Pakt der Wölfe (mit Dacascos als Sidekick) der kommerzielle Durchbruch. Dananch wurde es aber recht still um ihn, auch wenn hin und wieder Gerüchte um mögliche Silent Hill-Sequels auftauchen.

Für die weltweite UHD-Premiere präsentiert Turbine Medien The Crying Freeman anlässlich des 25-jährigen Jubiläums dank eines brandneuen 4K-Scans in exzellenter Bildqualität. Schon beim bei der aufwändig gestalteten Titelsequenz offenbaren sich zwischen 4k und Blu-ray gigantische Unterschiede in Sachen Schärfe. Der Sound liegt nach wie vor in DTS-HD MA 5.1 vor, wurde aber für die deutsche Tonspur neu abgemischt. Abgesehen vom Audiokommentar mit Christophe Gans (auf französisch, aber mit dt. Untertiteln), liegen die Extras allesamt auf der Blu-ray. Auch hier wurde geklotzt und nicht gekleckert: Hervorzuheben sind das auführliche retrospektive Interview mit dem Regisseur (aus dem Jahr 2014) und der Beitrag zum Schnitt mit David Wu, einem Hongkong-Kino-Veteranen, der schon einige Filme von John Woo (Bullet in the Head) veredelt hat.

 

4K UHD & Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Christophe Gans
    • Retrospektives Interview mit Christophe Gans (52 min)
    • Retrospektives Interview mit Mark Dacascos (14 min)
    • Interviews mit Christoph Gans zu Ursprung, Ausstattung und Storyboards (6 min)
    • Zwei entfernte Szenen (3 min)
    • Featurette über den Schnitt (9 min)
    • Making-Of-Featurettes (25 min)
    • Hinter den Kulissen (39 min)
    • 2 Promo-Featurettes (13 min)
    • Dt. und Original-Trailer und Original-Teaser zum Film

 

Marcs Filmwertung

Überraschend gut gealtertes Martial Arts-Action-Spekatakel aus den 1990ern. Technisch überzeugt die 4K Ultra HD-Weltpremiere mit makelloser Qualität.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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