Der Fluch der Betsy Bell (Special Edition – 2 DVDs)

© Splendid Entertainment

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Der Fluch der Betsy Bell (Special Edition – 2 DVDs)

An American Haunting

USA 2006

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 87 Min.

Studio: AfterDark Films

Vertrieb: Splendid Entertainment

Filmzine-Review vom 16.07.2007

Tennessee, 1818. Nach einem Nachbarschaftsstreit mit einer als Hexe verschrienen Bäuerin geschehen im Haus der Familie Bell merkwürdige Dinge. Besonders Tochter Betsy (Rachel Hurd-Wood) hat zu leiden: immer wieder wird sie nachts offenbar von einem Geist an den Haaren aus dem Bett gerissen und geohrfeigt. Auch Vater John (Donald Sutherland) ist Opfer der dämonischen Übergriffe und vermutet, dass ein Fluch der Hexenbäuerin Schuld an dem ganzen Übel ist…

An American Haunting – Der Fluch der Betsy Bell basiert auf der angeblich wahren Geschichte der Bell-Hexe, die im Tennessee des frühen 19. Jahrhunderts ihr Unwesen getrieben haben soll und als einzig anerkannter Fall von Tötung eines Menschen durch einen Geist gilt. Da man zu jener Zeit aber auch sonst allen möglichen Unsinn glaubte, muss man sich davon vielleicht nicht unbedingt beirren lassen. Fakt bleibt, dass Courtney Solomon, der mit seiner peinlichen Videospieladaption Dungeons And Dragons schon mal eine Bauchlandung hinlegte, sich mit diesem altmodischen Gruselwerk auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zu vorhersehbar sind die harmlosen „Schock“-Momente, die sich weitgehend auf Türenknallen, Kerzenauspusten und Bettdeckewegziehen beschränken. Dass sich eine Szene letztendlich als böser Traum entpuppt, kann man pro Film vielleicht einmal akzeptieren, aber Solomon übertreibt es eindeutig mit dem ständigen Aus-Alpträumen-Hochgeschrecke.

Wie schon sein erstes Werk ist auch Betsy Bell als Doppel-DVD recht ordentlich ausgestattet. Zumindest auf den ersten Blick, denn die Bonus-Disc präsentiert neben Standardkomponenten wie entfallenen Szenen und alternativen Enden zwei recht wunderliche Extras: Regisseur Solomon beginnt zunächst mit einem Audiokommentar, bricht dann aber nach 2 Minuten ab, weil ihm die ganze Chose zu langweilig wird, schnappt sich seinen Kameramann und fährt mit ihm durch die Gegend. Dabei erzählt er ohne Punkt und Komma von seiner ach so legendären Vermarktungsstrategie für den Film, den kein Studio haben wollte, und das ist dann mal richtig langweilig – dauert dafür aber auch nur eine Viertelstunde. Seine leicht egozentrische Art bekommt er auch in dem „Interview“ mit Sissy Spacek nicht in den Griff: ein Großteil der Sprechzeit entfällt auf ihn.

 

Ninas Filmwertung

Altbackene, mäßig aufregende Mischung aus Gothic-Grusel und Exorzismus-Horror.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Splendid Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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