Dessau Dancers

Dessau Dancers | © Senator Home Entertainment

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Dessau Dancers

Deutschland 2014

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 87 Min.

Studio: Boogiefilm

Vertrieb: Senator Home Entertainment

Filmzine-Review vom 03.12.2015

Angeschoben vom Kinofilm Beat Street schwappt im Sommer 1985 eine Welle bis über die Mauer der DDR, deren Epizentrum weit jenseits des Altantiks liegt. In Dessau sitzt der 18-jährige Frank (Gordon Kämmerer) mit seinem Vater beim Abendbrot, als ihn die Offenbarung in Form von Breakdancer „Mister Robot“, serviert via Westfernsehen und Gottschalks „Na Sowas“-Musiktalk, mit voller Wucht trifft.

Mit seinem Freund Alex (Oliver Konietzny), der schönen ‚Matti‘ (Sonja Gerhardt) und dem nerdigen Michel (authentischer gehts nicht mehr, gespielt vom aus Brandenburg stammenden Breakdance-Weltmeister Sebastian Jäger aka „Killa-Sebi“) studiert und trainiert Frank fortan in jeder freien Minute möglichst coole Streetdance-Moves. Es dauert nicht lange, bis auch die Staatsmacht diesen neuen „Brechtanz“ und die damit einhergehende, sich wie ein Lauffeuer ausbreitende Jugendbewegung im Visier hat und per sozialistischem Geniestreich zum systemkonformen „akrobatischen Schautanz“ umfunktioniert…

„Ostalgiker“ werden aufhorchen. Verspricht Dessau Dancers nach Good Bye Lenin! und Sonnenallee mal wieder bissig-unterhaltsame Geschichtsaufarbeitung, verbunden mit einer Zeitreise in die grellbunten Achtziger. Jedoch sollte die Erwartungslatte an Jan Martin Scharfs (u.a. Alarm für Cobra 11, Weinberg) Komödie nicht zu hoch angelegt werden. Hier und da aufgewirbelt durch einzelne amüsante Pointen, dümpelt die Story sich mühsam durch recht vorhersehbare und klischeegespickte Szenerien, die trotz einer tollen Darstellercast nur mäßig mitreißen können.

So bleibt nach neunzig Minuten groovendem DDR-Trip zu wenig Substanzielles einer realen Bewegung und zu viel gefühlte Schmonzette, was besonders schade ist, weil man aus dem Stoff sicher noch ein gutes Stück mehr hätte machen können.

 

Mikes Filmwertung

Wenn die Crew samt Backspin, Airtwist, Windmill und Flare zum Volkskunstkollektiv für akrobatischen Schautanz wird. Phasenweise durchaus unterhaltsame, gut gespielte, unterm Strich aber recht dröge Klischee-Komödie.

Mike

Mike

Serien-Gucker und Doku-Reviewer. Mit einem Faible für deutsche Filme und britischen Humor.

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Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt: 5   Durchschnitt:  3.2/5]

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Senator Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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