Godzilla

© Warner Home Video

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Godzilla

USA 2014

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 123 Min.

Studio: Warner Bros.

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 14.10.2014

In einem japanischen Atomkraftwerk kommt es zum Super-GAU. Der amerikanische Chef-Ingenieur Joe Brody (Bryan Cranston), der bei dem Unglück seine Frau (Juliette Binoche) verliert, glaubt auch viele Jahre später nicht an die offizielle Erdbeben-Version. Als sich dann eines Tages ein „Massive Unidentified Terrestrial Object“ (kurz Muto) aus den Trümmern erhebt, droht Ungemach. Erst recht als ein weiteres Muto in den USA gesichtet wird. Offenbar kann jetzt nur noch Riesenechse Godzilla die Menschheit verteidigen…

So schnell kann’s gehen: Nach dem Erfolg seines für ’n Appel und ’n Ei gedrehten Kulthits Monsters durfte Gareth Edwards für seine Godzilla-Neuinterpretation mal eben 160 Millionen Dollar ausgeben. Diesen doch gewagten Vertrauensvorschuss seitens Warner Bros kann der junge Filmemacher glücklicherweise mit einem aufregenden Comeback der japanischen Monster-Ikone zurückzahlen. Godzilla anno 2014 ist eine bildgewaltige, apokalyptische Zerstörungsorgie ersten Ranges, die nicht nur den mauen Emmerich-Vorgänger aus den 90ern in den Schatten stellt, sondern mindestens auch auf Augenhöhe mit Guillermo del Toros letztjährigem Kaijū-Spektakel Pacific Rim ist. Sicher, der imposant getrickste Titelheld lässt sich ordentlich Zeit bis zum ersten Auftritt, doch dank geschickter Spannungsdramaturgie hat es dieser dann auch in sich. Inmitten der wolkenkratzergroßen Viecher haben es die menschlichen Darsteller erwartungsgemäß nicht leicht. Aufgrund einiger erfrischend unkonventioneller Besetzungscoups, u.a. spielen Breaking Bad-Star Byran Cranston und die beiden Euro-Arthouse-Aktricen Sally Hawkins und Juliette Binoche mit, bleiben jedoch große Emotionen nicht außen vor. Schade, dass ausgerechnet Milchbubi Aaron Taylor-Johnson (aus Kick Ass) als Hauptdarsteller eine charismafreie Zone bleibt.

Der finale Monster-Clash in San Francisco oder aber die Flutwelle, die über Hawaii hereinbricht, sind nur zwei Beispiele für den überragenden HD-Sound (7.1) der Blu-ray. Der beste Effekt bleibt aber wohl der schaurig-schöne Godzilla-Urschrei, der durch Mark und Bein geht. Das Bild reicht nicht ganz an diese Qualität heran, auch weil der Streifen zu großen Teilen im Dunklen spielt. Bei den Extras hätte man gerne noch eine Schippe drauflegen können. Lohnenswert ist definitiv der Beitrag „Godzilla, König aller Monster“ mit Ausschnitten aus dem japanischen Original und diversen Statements des enthusiastischen Regisseurs.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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