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Keepers – Die Leuchtturmwärter

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Keepers – Die Leuchtturmwärter

The Vanishing

Großbritannien 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 125 Min.

Vertrieb: Universum Film

Filmzine-Review vom 08.02.2019

Schottland 1938: Drei Leuchtturmwärter, der alte Seebär Thomas (Peter Mullan), der gesellige James (Gerard Butler) und dessen junger Lehrling Donald (Connor Swindells), treten ihren sechswöchigen Dienst auf einer verlassenen Mini-Insel vor der Küste an. Als eines Tages ein Schiffbrüchiger, der im Kampf mit den Leuchtturmwärtern stirbt, samt einer Kiste Gold angespült wird, gerät die Welt des Trios aus den Fugen. Der plötzliche Reichtum weckt Begehrlichkeiten und belastet das Verhältnis der drei Männer bis aufs Äußerste…

Ähnlich wie der große John Huston / Humphrey Bogart-Klassiker Der Schatz der Sierra Madre zeigt Keepers – Die Leuchtturmwärter, wie Gold von heute auf morgen die niederen Instinkte des Menschen antriggert und sie zu paranoiden Bestien werden lässt. Als Inspiration diente ein mysteriöser Vorfall auf der Felsinsel Eilean Mòr im Norden Schottlands, wo im Dezember 1900 drei Leuchtturmwärter spurlos verschwanden. Dem dänischen TV-Regisseur Kristoffer Nyholm (Kommissarin Lund) gelingt es mit Hilfe seiner beiden Drehbuchschreiber Celyn Jones und Joe Bone, aus dieser Geschichte ein stimmiges Psychodrama rund um Gier und Missgunst zu destillieren. Das Erzähltempo ist zunächst ruhig und bedacht und legt großen Wert auf die Charakterzeichnung der Protagonisten. Als rauer Seebär passt Peter Mullan bestens in die schroffe, isolierte Landschaft, doch die eigentliche Überraschung ist Gerard Butler, der hier im Gegensatz zu seinen zahllosen Auftritten als eindimensionaler Action-Hero endlich mal sein schauspielerisches Potential abrufen kann. Wer sich an den rauen schottischen Dialekt heranwagt, sollte Keepers unbedingt in der Original-Version anschauen.

 

Blu-ray Extras:

    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 7 weiteren Titeln

 

Marcs Filmwertung

Stimmiges, gut besetztes Psychodrama rund um Gier und Missgunst vor der rauen Naturkulisse Schottlands.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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