Mean Machine – Die Kampfmaschine

© Paramount Home Entertainment

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Mean Machine – Die Kampfmaschine

GB 2001

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 96 Min.

Studio: Paramount Pictures

Vertrieb: Paramount Home Entertainment

Filmzine-Review vom 07.06.2003

Weil er zwei Polizisten angepöbelt hat, wird Ex-Fußballstar Danny Meehan (Vinnie Jones) zu einer Gefängnisstrafe verdonnert. Im Knast merkt er schnell, dass sein guter Name ihm nicht weiterhilft. Ein Fußballspiel zwischen einer Wärter-Mannschaft und den Sträflingen soll Danny rehabilitieren…

In seiner Vergangenheit war Vinnie Jones ein gefürchteter Verteidiger der Marke Wadenbeißer beim britischen Verein Wimbledon FC, der es sogar auf einige Länderspiele für Wales brachte. In der englischen Liga hält der Quadratschädel heute noch den Rekord für die schnellste gelbe Karte aller Zeiten (5 Sekunden nach Anpfiff!) und veröffentlichte nach Karriereende ein Verkaufsvideo mit den brutalsten Fouls. Dieser eindrucksvolle Lebensabschnitt prädestiniert Jones natürlich geradezu für die Rolle des Danny Mean Machine Meehan. Der Film, eine Art Remake des 70er-Hits Die Kampfmaschine mit Burt Reynolds, vereint Jones mit einigen Mitstreitern aus Dame, Bube, König, Gras und Snatch. Guy Ritchie führt allerdings keine Regie, sondern nahm auf der Produzentenbank Platz. An seiner Stelle feiert Barry Skolnick sein Regiedebüt. Leider erweckt dieser in der ersten Hälfte den Eindruck, als ob er noch nie zuvor einen Gefängnisfilm gesehen hat und reiht gnadenlos altbekannte Klischees aneinander inklusive der obligatorischen Duschszene. Glücklicherweise gewinnt Mean Machine in der zweiten „Halbzeit“ deutlich an Fahrt und findet in dem finalen, gut 30-minütigen Fußballspiel einen rasanten Höhepunkt. Gespielte Fußballsequenzen sind oft ein heikles Thema, da nachgestellte Szenen meist arg gekünstelt wirken. Das Gekicke in Mean Machine ist dagegen außerordentlich ansehnlich und zuweilen sehr spektakulär. Szenenapplaus gibt es dabei für Jason Statham, der als rabiater Torwart dem Begriff „grobes Foulspiel“ eine neue völlig Dimension verleiht und für Jason Flemyng als wortgewandtem Reporter, den man am liebsten vom Fleck weg für die nächste Länderspielübertragung engagieren möchte.

Eine Kaufempfehlung für die DVD aus dem Hause Paramount kann leider nur eingeschränkt ausgesprochen werden. Ton (5 verschiedene Sprachen jeweils in 5.1) und Bild haben zwar durchaus das Zeug zur Champions League, aber das Fehlen jeglicher Bonusmaterialien geht mehr in Richtung Kreisklasse. Selbst der Kinotrailer, der auf der Rückseite des Covers angekündigt wird, hat den Weg auf die Scheibe nicht gefunden.

 

Marcs Filmwertung

Kurzweilige Mischung aus Knast- und Fußballfilm – genau das richtige für die triste Bundesliga-Sommerpause.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Paramount Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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