Minority Report

© 20th Century Fox Home Entertainment

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Minority Report

USA 2002

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 145 Min.

Studio: 20th Century Fox | Dream Works

Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment

Filmzine-Review vom 19.06.2010

Washington D.C. im Jahre 2054: eine Sonderheit der Polizei verhaftet mit Hilfe von drei Hellsehern, sogenannten Pre-Cogs, potenzielle Mörder noch bevor diese zur Tat schreiten können. Eines Tages gerät der Leiter der Einheit, John Anderton (Tom Cruise) selbst unter Mordverdacht und wird vom Jäger zum Gejagten…

Nach der mittleren Enttäuschung von Artificial Intelligence können sich Fans des erfolgreichsten Regisseurs aller Zeiten beruhigt zurücklehnen: mit Minority Report schuf Spielberg einen der aufregendsten Science-Fiction-Thriller des neuen Jahrtausends. Der Streifen ist dank seiner visuellen Kraft und seiner kühnen Zukunftsvisionen ähnlich atemberaubend wie der nach wie vor unerreichte Blade-Runner. Da beide Werke auf ähnlich gelagerten Stories von Kult-Autor Phillip K. Dick basieren, sind Querverweise und Zitate nicht von der Hand zu weisen. Besonders interessant ist der realistische Überbau, der Spielbergs Zukunfts-Szenario zusammenhält. Die Welt in 50 Jahren ist keineswegs ein abgehobenes Fantasie-Produkt mit verrückten Technologie-Spinnereien, sondern das Ergebnis einer Studie von führenden Zukunftsforschern, Designern, etc., die Spielberg vor Beginn der Produktion um Mithilfe bat. Die düstere Vision erinnert dann in gleichen Maßen an Orwells 1984 und an Fahrenheit 451, in denen sich die Protagonisten ebenfalls im Alleingang gegen einen fast totalitären Überwachungsstaat stellen. Neben den gelungenen Sci-Fi Elementen ist Minority Report vor allem aber auch spannungsgeladenes Action-Kino auf hohem Niveau. Wie der von Tom Cruise dargestellte Leiter der Pre Crime-Einheit seinen Häschern ein ums andere mal entwischen kann, ist an Raffinesse kaum zu überbieten und treibt den Puls stetig in die Höhe. Ganz nebenbei beschert uns der Film in der Szene, in der Cruise nach seiner Augenoperation von metallenen Spinnen aufgespürt wird, einen magischen Spielberg-Moment.

Das bläulich-kühle Bild wird auf der Blu-ray zwar sehr gut eingefangen, insgesamt kommt aber nur selten wirkliches Full HD-Feeling auf. Der Blu-ray-Tranfer mit dem gewollten ausgewaschenen Look wurde übrigens von Spielberg und Kameramann Janusz Kaminski persönlich abgesegnet. Die ausführlichen Extras wurden von der Doppel-DVD nicht nur übernommen, sondern um ein interaktives Interview mit Spielberg und diverse andere Beiträge sinnvoll erweitert.

 

Marcs Filmwertung

Gelungenes Blu-ray Update für einen der besten Science-Fiction-Filme seit dem Blade-Runner.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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