O Brother, Where Art Thou?

© Universal Home Video

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O Brother, Where Art Thou?

USA 2000

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 103 Min.

Studio: Touchstone Pictures | Universal Pictures

Vertrieb: Universal Home Video

Filmzine-Review vom 27.04.2001

Mississippi in den 30er Jahren. Ulysses Everett McGill (George Clooney) ist
Strafgefangener: er klopft Steine am Straßenrand in der sengenden Sonne der Südstaaten.
Eines Tages gelingt es ihm, zusammen mit seinen Mitgefangenen Pete (John Turturro) und
Delmar (Tim Blake Nelson) zu fliehen – er will ein wahres Vermögen ausgraben, das er vor
seiner Verhaftung versteckt hat. Aber der Weg dorthin gleicht einer Odyssee…

O Brother, Where Art Thou? basiert auf einem antiken Epos: der Odyssee
des griechischen Dichters Homer. Und ebenso sagen- und märchenhaft ist auch der neue Film
der Coen-Brothers („The Big Lebowski“, „Fargo“) aufgebaut. In allererster Linie tragen
hierzu Farbgebung (der ganze Film ist in Brauntönen gehalten) und Kameraführung bei, aber
natürlich weist auch die Handlung märchenartige Züge auf – angefangen bei einem blinden
Hellseher und besonders deutlich – vor allem auch mit Blick auf die Vorlage Homers – bei
der Begegnung der drei Fliehenden mit den Sirenen. Getragen wird der Film außerdem durch
die Musik – genauer gesagt, den Gesang. Die Gesangseinlagen sind dabei allerdings so gut
in die Handlung eingebettet, dass man keineswegs das Gefühl hat, unwissentlich in ein
Musical geraten zu sein – obwohl eigentlich (fast) jeder in diesem Film einmal singt. Und
das sogar ausgesprochen gut, allen voran Hauptdarsteller George Clooney, der seine Rolle
als besserwisserischer, selbstverliebter, aber auch liebenswerter Pomadenkönig (nein,
Entschuldigung: „Dapper-Dan-Man“) mit Haarnetz-Manie genauso überzeugend verkörpert wie
seine beiden Mitstreiter John Torturro und Tim Blake Nelson. Gut besetzt ist der Film im
übrigen auch in den Nebenrollen: neben dem genialen John Goodman ist u.a. Holly Hunter zu
sehen.

Bild und Ton der DVD sind überzeugend – interessanterweise bringt die deutsche Fassung
einiges mehr an Soundtiefe mit als das englische Original (beide Dolby Digital 5.1) –
Bonusmaterialien dagegen glänzen durch Abwesenheit.

 

Katjas Filmwertung

Abgedreht und typisch Coen: ein optisch und schauspielerisch überzeugendes Mississippi-Roadmovie.

Katja

Katja

Originalton-Verfechterin, Fantasy- und Serien-Fan. Schaut gerne spanische und französische Filme, um den Kopf ein-, sowie auch mal Bollywood und gute RomComs, um ihn auszuschalten.

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