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Rambo: Last Blood

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Rambo: Last Blood

USA 2019

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 101 Min.

Vertrieb: Universum Film

Filmzine-Review vom 27.01.2020

Zurückgezogen auf einer einsamen Ranch in Arizona züchtet Kriegsveteran John Rambo (Sylvester Stallone) Pferde und kümmert sich in einer Ersatzvater-Rolle um Gabriela (Yvette Monreal), die Tochter seiner Haushälterin Maria (Adriana Barraza). Gegen den Rat von Rambo sucht Gabriela in Mexiko ihren leiblichen Vater auf und gerät prompt in die Fänge einer üblen Bande, die sich ihr Geld mit Drogen und Zwangsprostitution verdient. Gegen das brutale Kartell scheint Rambo auf verlorenem Posten zu sein, doch der gewiefte Veteran gibt nicht so leicht auf…

Die alten Action-Recken sind müde geworden: Sowohl Arnold Schwarzenegger mit seinem letzten Terminator (Dark Fate) als auch Sylvester Stallone in Rambo: Last Blood sind vom Publikum überwiegend ignoriert worden. Die ganz große Zeit der 80er-Jahre Heroes scheint somit langsam aber sicher abzulaufen. Seine treuesten Fans hat Stallone offensichtlich immer noch in Deutschland und Österreich, hier konnte der Film trotz einer mehr als berechtigten FSK18-Freigabe immerhin eine halbe Million Zuschauer in die Kinos locken. Und warum auch nicht. Wo Rambo drauf steht, ist auch Rambo drin, und wer sich bei den vier Vorgängerfilmen gut unterhalten fühlte, dürfte bei diesem fast schon überzogen brutalen Rache-Thriller, dem wohl letzten Teil der Rambo-Saga, auf seine Kosten kommen. Schauspielerisch gefordert wie in seiner Rolle als Ex-Boxchamp Rocky Balboa in den beiden Creed-Filmen wird der mittlerweile 73-jährige Oldie nicht. Abgesehen von einigen post-traumatischen Episoden geht Rambo eher gewohnt stoisch seinem Handwerk nach und muss natürlich zunächst ordentlich einstecken, bevor er dann mit unerbittlicher Härte und unerschöpflichem Waffenarsenal den Bösewichtern das Licht ausknipst. Das ist inhaltlich schlicht, aber das Action-Finale hat es in sich, wenngleich am Ende eine Best of-Montage aller Rambo-Filme das Ganze unnötig sentimental ausklingen lässt.

Die Blu-ray zeigt den Film uncut in einer im Vergleich zur US-Version längeren Fassung, in der der Titelheld zu Beginn während eines Hurricans eine junge Frau rettet. Das fast einstündige Produktionstagebuch vermittelt einen guten Eindruck von den Dreharbeiten, die in Spanien und Bulgarien stattfanden. Technisch gefällt die krachende Dolby Atmos-Tonspur (deutsch und englisch), die besonders beim Showdown intensiv zur Geltung kommt.

 

Blu-ray Extras:

    • Drawing Last Blood (5-teilig, 50 min)
    • From First note to last Blood (17 min)
    • Dt. Kinotrailer
    • Trailer zu 6 weiteren Titeln

 

Marc Filmwertung

Wo Rambo drauf steht, ist auch Rambo drin: Inhaltlich schlichter Rache-Reißer mit brachialer Action.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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