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Ritualmord

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Ritualmord

Ritueel

Belgien 2022

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 118 Min.

Vertrieb: Alive

Filmzine-Review vom 26.11.2022

Als Polizeitaucherin Kiki Schelfthaut (Marie Vinck) eine abgetrennte Hand aus einem Brüsseler Kanal fischt, ahnt sie noch nicht, wie sehr dieser Fall mit der Geschichte ihrer eigenen Familie verknüpft ist. Ihr Kollege Nick Cafmeyer (Geert Van Rampelberg) verfolgt zunächst eine Spur ins Drogenmilieu. Doch nach und nach kristallisieren sich ganz andere Zusammenhänge heraus, die mit Belgiens Vergangenheit als Kolonialmacht zu tun haben…

Ritualmord ist nach Die Behandlung (2014) bereits Hans Herbots‘ zweite Verfilmung eines Romans der Krimiautorin Mo Hayder. Allerdings nimmt sich der belgische Regisseur etliche Freiheiten: Er verlegt die Handlung von London nach Brüssel, setzt an die Stelle der Voodoo-Story eine komplexe Aufarbeitung der belgischen Geschichte und schiebt die Schuld letztlich einer ganz anderen Figur in die Schuhe. Selbst Kenner der Buchvorlage dürfen sich also aufs Neue überraschen lassen. Neben den dicht inszenierten, wenn auch überwiegend konventionell ausfallenden Ermittlungen um den Fall an sich wartet Ritualmord mit Nebenplots auf, die sich größtenteils um Kiki drehen, die vor einem Jahr ihre Eltern bei einem Tauchunfall in Afrika verlor und sich seitdem mit ihrem in Schieflage geratenen Bruder herumschlagen muss, während sie versucht ihr eigenes Trauma zu verarbeiten. Über die Hintergründe des Falls soll an dieser Stelle nicht zu viel verraten werden, doch die filmische Auseinandersetzung mit Belgiens Kolonialgeschichte ist ein durchaus interessanter Ansatz, den man so nicht alle Tage sieht.

DVD Extras:

    • Trailer zu 10 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Diese Neuinterpretation von Mo Hayders Roman bietet solide Krimikost aus Belgien mit interessanter Background-Story.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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