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Die üblichen Verdächtigen

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Die üblichen Verdächtigen

The Usual Suspects

USA 1995

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 106 Min.

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 02.07.2020

Nachdem ein Millionencoup im Hafen von San Pedro gescheitert ist und viele Leichen am Tatort hinterlassen hat, verhört Zoll-Inspektor David Kujan (Chazz Palminteri) den unscheinbaren Kleinganoven Verbal Kint (Kevin Spacey), der zusammen mit 4 anderen Gangstern die Tat geplant hat. Offensichtlich gab es einen aus dem Hintergrund arbeitenden Drahtzieher, der alle Beteiligten wie Marionetten zu seinem Zweck benutzt hat…

Wer ist Keyser Söze? Die Antwort auf die zentrale Frage in Die üblichen Verdächtigen begeisterte 1995 Filmfans auf der ganzen Welt und überraschte nicht nur die Kritiker. Wie einige weitere Vertreter dieses herausragenden Filmjahres (u.a. Heat, Sieben, Strange Days, Casino) ist The Usual Supects längst ein Klassiker des jüngeren amerikanischen Kinos. Die ausgefeilte Story (nach einem Drehbuch des aktuellen Mission-Impossible-Masterminds Christopher McQuarrie), die sich langsam in verschachtelten Rückblenden entblättert, verlangt ein Höchstmaß an Konzentration und wartet am Ende mit einer faustdicken, mittlerweilen legendären Überraschung auf. Der famose Thriller lebt aber auch von seiner phänomenalen Besetzung: Der mittlerweile geschasste Kevin Spacey gewann den Oscar als bester Nebendarsteller und konnte sich seine Rollen nach seinem Auftritt als verkrüppelter, unscheinbarer Kleinganove nach Belieben aussuchen. Zum dem perfekt aufeinander abgestimmten  Spitzenensemble gesellen sich Gabriel Byrne als Ex-Cop, der damals noch wenig bekannte Benicio del Toro als kaum zu verstehender Hispanic sowie Stephen Baldwin als Großkotz. Großes Lob auch an Regisseur Byran Singer, der dieses grandiose Meisterwerk im Alter von 28 Jahren äußerst stilsicher und mit etlichen Referenzen an den Film Noir souverän in Szene setzte.

So gut wie die Filmbewertung ausfällt, so schlecht schneidet leider die hierzulande längst überfällige Blu-ray-Auswertung ab, denn das Werk wurde fast schon fahrlässig lieblos in Verkauf gebracht. Man mag es kaum glauben, aber außer Play/Ton/Szenenwahl hat das trostlose Menü nichts anzubieten. Soll heißen, die Extras, die es ja auf Import-Discs in Hülle und Fülle gibt, bleiben außen vor. Auch technisch gibt der Kultstreifen keine besonders gute Figur ab, der deutsche Ton liegt in 2.0 vor und das Bild haut in Zeiten von 4K niemanden mehr vom Hocker.

Blu-ray Extras

  • Fehlanzeige

Marcs Filmwertung

Happy Birthday, Keyser Söze! Einer der cleversten und coolsten Thriller der 90er Jahre erscheint zum 25-jährigen Jubiläum endlich auf Blu-ray – leider in einer ausgesprochen lieblosen Umsetzung.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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