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Arrival

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Arrival

USA 2016

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 116 Min.

Studio: 21 Laps Entertainment, FilmNation Entertainment

Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 03.04.2017

Als an 12 Orten über den Erdball verteilt außerirdische Raumschiff-Eier Station beziehen, wird die renommierte Sprachwissenschaftlerin und Dolmetscherin Louise Banks (Amy Adams) vom Militär konsultiert. Sie soll die Kommunikation mit den Besuchern übernehmen, deren Intention vollkommen unklar ist. Alle 18 Stunden öffnet das Raumschiff seine Pforten und bietet Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme. Die tentakeligen Wesen selbst bleiben hinter einem Sichtfenster und kommunizieren über komplexe Kreisstrukturen, die sie wie Tintenfische in den Raum projizieren. Zusammen mit Physiker Ian Donnelly (Jeremy Renner) entschlüsselt Louise allmählich die Sprachstrukturen…

Der Kanadier Denis Villeneuve sorgte schon in seinen bisherigen Filmen wie Sicario, Prisoners oder Enemy für Überraschungen, mit denen er das jeweilige Genre unterwanderte und ihm seinen eigenen Spin verpasste. In Arrival geht die Alien-Invasion trotz des klassischen Beginns daher nicht mit Emmerich’schen Zerstörungsorgien einher, sondern erhält einen philosophischen Unterbau. Es geht längst nicht nur um die spannende Aufnahme der Kommunikation zwischen zwei Lebensformen, die rein gar nichts miteinander zu tun haben oder übereinander wissen, sondern es geht um die globale Kommunikation der Staaten untereinander, denn außer über den Weiten Montanas befinden sich weitere Raumschiffe über Ländern wie Russland, Japan, dem Sudan oder Venezuela. Die Welt muss an einem Strang ziehen. Aber auch das ist noch nicht alles. Dramaturgisch ausgefuchst zieht uns Villeneuve plötzlich den Zeitteppich unter den Füßen weg und verwischt gekonnt die Grenzen zwischen den erzählerischen Zeitebenen und webt en passant noch eine berührende Nebenstory ein. Mit Amy Adams steht nach Emily Blunts FBI-Agentin in Sicario erneut eine Frau im Mittelpunkt des Geschehens, die immerhin mit einer Golden Globe-Nominierung bedacht wurde. Von den beachtlichen acht Oscar-Nominierungen ging die Trophäe für das Sound Editing an Arrival – zurecht, denn die von den Mehrfüßlern erzeugte Soundkulisse trägt erheblich zur besonderen Atmosphäre dieses ganz und gar außergewöhnlichen Films bei.

Dem Sounddesign wird dann auch gleich ein viertelstündiges Feature gewidmet. Die anderen hochwertigen Beiträge lesen sich fast wie ein Vorlesungsverzeichnis („Xenolinguistik“, „Nichtlineares Denken“ oder „Der Grundsatz von Zeit, Erinnerungen & Sprache“) und beleuchten die diversen Aspekte und Hintergründe des Films.

 

Ninas Filmwertung

Intelligenter Invasions-Thriller über die Bedeutung von Kommunikation mit philosophischem Touch.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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