Blade 2

© Warner Home Video

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Blade 2

Blade 2: Bloodhunt

USA 2002

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 112 Min.

Studio: New Line Cinema

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 09.12.2002

Gemeinsam mit seinem alten Weggefährten Whistler (Kris Kristofferson) kämpft Blade (Wesley Snipes) gegen die Reapers: eine neue monströse Vampirrasse, die selbst vor den eigenen Artgenossen nicht halt macht…

In dem Sequel von Blade spielt Wesley Snipes zum zweiten Mal den so genannten Daywalker: ein Wesen halb Mensch, halb Vampir, immun gegen das Sonnenlicht und mit enormen Kräften ausgestattet. Erstaunlich humorlos und ohne mit der Wimper zu zucken macht er auch mit seinen neuen Gegnern kurzen Prozess. Diesmal inszenierte der mexikanische Regisseur Guillermo Del Toro (Mimic) das aufwändige Gemetzel. Die Schwächen des Vorgängers konnte er jedoch nicht ausmerzen. Blade mag zwar auf einer Comic-Figur aus der Marvel-Reihe beruhen, erinnert aber fast in jeder Einstellung an ein beliebiges Video-Ballerspiel. Action- und Kampfszenen werden rastlos aneinandergeschnitten und sind letztendlich doch nur willkürlich und austauschbar. Nicht ganz unproblematisch sind ferner die zahlreichen CGI-Effekte, die im Gegensatz zur ausgefeilten Maske nicht immer überzeugen können. Eine nette Idee ist das so genannte ‚Bloodpack‘. Das sechsköpfige Team besteht aus einer Eliteeinheit von Vampirkämpfern, welche Blade im Kampf gegen die Reapers unterstützen sollen. Anführer dieser illustren Gruppe ist ein Ekelpaket namens Reinhard, der vom Schauspieler-Klotz Ron Perlman (Alien 4) gewohnt niederträchtig verkörpert wird. Einen ähnlichen Höhepunkt wie die Disco-Szene im ersten Teil hat Blade 2 nicht, dafür geht es aber auf einem „Vampir-Rave“ ordentlich zur Sache. Empfindsame Gemüter sollten Blade 2 meiden wie Vampire das Tageslicht: der Film ist unglaublich brutal und trägt nicht zu Unrecht das FSK 18 Prädikat.

Im Gegensatz zur verschwenderisch ausgestatteten US und UK Doppel-DVD sind auf der deutschen Version deutlich weniger Bonusmaterialien vorhanden. Immerhin: auf das umfangreiche, aus neun Dokumentationen bestehende Making of („Das Blutpakt“) wurde nicht verzichtet. Vorbildlich und nahe an der Referenzmarke ist der extrem aggressive Dolby Digital 5.1 EX Track, der einen mit hochwertigen Surroundeffekten fast erschlägt. Leider fällt die deutsche Tonspur gegenüber der Originalversion deutlich ab. Der anamorphe Bildtransfer ist ebenfalls sehr gut gelungen. Besonders die Detailgenauigkeit ist für einen dunklen Film wie Blade 2 überragend.

 

Marcs Filmwertung

Blade im Blutrausch, wem’s gefällt…

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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