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Burning

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Burning

Beoning

Südkorea 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 148 Min.

Vertrieb: Capelight Pictures

Filmzine-Review vom 01.11.2019

Jongsu trifft vor einem Geschäft zufällig seine alte Schulkameradin und Nachbarin Haemi, an die er sich kaum erinnert. Doch er verliebt sich Hals über Kopf in sie, dummerweise bricht Haemi kurz darauf zu einem längst geplanten Trip nach Afrika auf. Bei ihrer Rückkehr erwartet Jongsu am Flughafen jedoch eine unschöne Überraschung. Haemi hat den wohlhabenden und gutaussehenden Ben (Steven Yeun, The Walking Dead) im Schlepptau und scheint von nun an jede freie Minute mit ihm verbringen zu wollen. Als Haemi eines Tages spurlos verschwindet, startet Jongsu eine verzweifelte Suche nach dem Mädchen – Hauptverdächtiger ist in seinen Augen eindeutig Ben…

Koreas offizieller Beitrag für den besten fremdsprachigen Film für die Oscar-Verleihung 2019 hieß Burning und basiert auf einer Kurzgeschichte von Haruki Murakami. Von Anfang an schwingt in dem Mystery-Thriller eine gewisse Rätselhaftigkeit mit, die sich noch verstärkt, als nach Haemis Rückkehr eine seltsam undefinierte Ménage à troi beginnt. Der selbstsichere Ben bleibt jederzeit undurchschaubar – er verkörpert die reiche koreanische Oberschicht, hat eine coole Wohnung im minimalistischen Beton-Look in einer angesagten Gegend, fährt Porsche und hat Freunde wie aus dem High-Fashion-Katalog, Jongsu wirkt im Vergleich geradezu kindlich, er versorgt in seinem Elternhaus auf dem Land ein Kalb und das heruntergekommene Haus. Allein schon deshalb ist ihm Ben von Anfang an suspekt, mit Haemis Verschwinden gerät er in einen Strudel aus Misstrauen und Paranoia, in den er auch den Zuschauer mit hineinzieht. Burning bleibt jederzeit unvorhersehbar, überraschend und absolut sehenswert

 

Blu-ray Extras:

    • Hinter den Kulissen (4 min)
    • Die Schauspieler von Burning (2 min)
    • Dt. und internationaler Trailer zum Film, internationaler Teaser zum Film
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Hypnotisch erzähltes Mystery-Drama – ein weiterer sehenswerter Vertreter des modernen südkoreanischen Kinos.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt:5    Durchschnitt: 4.4/5]

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