Dark Water – Dunkle Wasser

© Buena Vista Home Entertainment

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Dark Water – Dunkle Wasser

Dark Water

USA 2005

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 100 Min.

Studio: Touchstone Pictures

Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment

Filmzine-Review vom 22.03.2006

Die frisch geschiedene Dahlia (Jennifer Connelly) zieht samt ihrer kleinen Tochter Ceci (Ariel Gade) in eine anonyme Mietskaserne auf Roosevelt Island, einem tristen Vorort Manhattans, der durch den Hudson River von der Metropole abgetrennt wird. Schon kurz nach dem Einzug bildet sich an der Schlafzimmerdecke ein hässlicher schwarzer Fleck, der von Tag zu Tag größer wird…

Nach den finanziellen Erfolgen der amerikanischen Japan-Remakes von Ring und The Grudge war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Hollywood Hideo Nakatas Dark Water annehmen würde. Dass ausgerechnet der hochgelobte Indie-Spezialist Walter Salles (The Motorcycle Diaries – Die Reise des jungen Che) mit dem Stoff beauftragt wurde, überrascht einigermaßen, da Salles im Horrorgenre bisher noch nicht tätig war. Der Schritt hat sich aber durchaus bezahlt gemacht: Dem Filmemacher gelingt es, der Gruselmär ohne blutige Effekte oder die üblichen Tricksereien ein Höchstmaß an Atmosphäre einzuhauchen. Einen entscheidenden Anteil daran hat der Schauplatz: Das graue, verfallene Wohnsilo wird in Dark Water ebenso zum wichtigen, fast eigenständigen Charakter wie einst das Overlook-Hotel in Kubricks The Shining. Von der ersten Begegnung mit dem unwirschen Hausmeister über die Fahrt im rumpligen Aufzug bis zur Besichtigung des schäbigen Appartments entwickelt der Ort sofort eine düstere, bedrohliche Beklemmung. In der Hauptrolle ist Oscarpreisträgerin Jennifer Connelly als Mutter am Rande des Nervenzusammenbruchs wie zuletzt eigentlich immer eine Klasse für sich. Braucht sie in ihrer prekären Lage einen Exorzisten, einen Psychiater oder einfach nur einen guten Klempner? Wer das Original schon kennt, kann diese Frage schnell beantworten. Dem Vergnügen an diesem packenden, stilsicher inszeniertem Geisterfilm tut das Wissen um die Auflösung aber keinen Abbruch.

Trotz überschaubarer Besucherzahlen kann sich die DVD-Umsetzung von Buena Vista sehen lassen. Neben der erstklassigen technischen Umsetzung mit einem unglaublich subtilen Soundteppich (siehe auch Feature „Sound des Grauens“) verschafft das fünfteilige Making of einen guten Eindruck von den offensichtlich entspannten Dreharbeiten. Nur mit der Mathematik nimmt es Regisseur Salles nicht ganz genau: Auf die Frage, was denn das Filmemachen ausmachen würde, antwortet er: 50% Drehbuch, 50% Auswahl der Schauspieler und 50% Kamera, Musik und Schnitt.

 

Marcs Filmwertung

Schaurig-schöne Hollywood-Neuauflage mit großartiger Besetzung und beklemmender Atmosphäre.

Marc

Marc

Viel-Gucker und Viel-Reviewer. Mag's gern spannend und auch gerne mal blutig. Zur Abwechslung darf es aber auch mal ein Klassiker sein, Hauptsache gutes Kino.

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Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Buena Vista Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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