Das Comeback

© Buena Vista Home Entertainment

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Das Comeback

Cinderella Man

USA 2005

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 139 Min.

Studio: Miramax Films | Touchstone Pictures | Universal Pictures

Vertrieb: Buena Vista Home Entertainment

Filmzine-Review vom 15.01.2006

Ende der zwanziger Jahre gilt James J. Braddock (Russell Crowe) als eine der größten amerikanischen Box-Hoffnungen. Doch mit Beginn der Weltwirtschaftskrise und nach zahlreichen gesundheitlichen Rückschlägen bleibt der ganz große Erfolg aus. Braddock muss sich und seine Familie wie Millionen seiner Landsleute mit Gelegenheitsjobs ernähren. Als ihm sein ehemaliger Manager Joe Gould (Paul Giamatti) einen letzen Kampf anbietet, wähnt Braddock die Chance zum Comeback…

Während der eine große Boxerfilm des Jahres 2005, Clint Eastwoods Million Dollar Baby, bei den Oscars und an den Kinokassen glorreich absahnte, ging der andere große Boxerfilm, Ron Howards Das Comeback (im Original: Cinderella Man), trotz überschwänglicher Kritiken mit Pauken und Trompeten unter. Zu Unrecht: Das Comeback steht für erstklassiges, im besten Sinne altmodisches Hollywood-Kino mit großen Emotionen und phänomenalen Schauspielern. Crowe spielt den einstigen Volkshelden Braddock als grenzenlos liebevollen und gütigen Familienvater, der auch in größter Hungersnot ein Vorbild an Tugend bleibt und selbst die Salami, die sein kleiner Sohn beim Metzger geklaut hat, zurückbringt. In der vielleicht anrührendsten Szene muss Braddock seine ehemaligen Boxpromoter um Geld anbetteln, nur damit er die überfällige Stromrechnung bezahlen kann. Von höchster Güteklasse sind die ebenfalls ausgefeilten Boxzenen, die sich visuell an Klassiker wie Raging Bull – Wie ein wilder Stier halten und besonders im großen Showdown mit dem amtierenden Brutalo-Weltmeister Max Baer (Craig Bierko) eine wahre Sogwirkung entfalten. Flankiert wird Crowe von Renée Zellweger (in der Rolle der treuen Ehefrau) und von Paul Giamatti, der als geschäftiger Manager und Coach nachhaltig beindruckt.

Die mangelnde Akzeptanz beim Publikum dürfte der Grund für die insgesamt nicht gerade umwerfende DVD-Umsetzung sein. Die Extras beschränken sich auf ein halbes Dutzend entfernter Szenen und eine – prominent besetzte – 10-minütige Diskussionsrunde, die von Box-Experte Norman Mailer angeführt wird und seltenes Archivmaterial des „echten“ Cinderella Man zeigt.

 

Marcs Filmwertung

Zu Unrecht geflopptes Boxerdrama der alten Schule mit einem gewohnt famosen Russell Crowe.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Buena Vista Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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