Die Zeitmaschine

© Warner Home Video

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Die Zeitmaschine

The Time Machine

USA 1960

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 98 Min.

Studio: Warner Bros.

Vertrieb: Warner Home Video

Filmzine-Review vom 20.01.2002

Der Erfinder George (Rod Taylor) reist mit seiner Zeitmaschine in das Jahr 80270. Dort begegnet er den unter paradiesischen Bedingungen lebenden Eloi, die offensichtlich ein sorgenfreies Dasein fristen. Doch der Schein trügt, denn die Eloi werden von unterirdisch lebenden Kreaturen, den Morlocks, unterdrückt und kontrolliert …

Als Durchschnittsmenschen führen wir, was das Reisen betrifft, ein recht dreidimensionales Leben – es geht in die Länge, die Breite oder auch in die Höhe. Doch da gibt es noch eine mysteriöse vierte Dimension, die wir zwar kennen, in der wir uns allerdings nicht fortbewegen können: die Zeit. Das Reisen in der Zeit ist ein lang gehegter Menschheitstraum und wohl schon aus diesem Grund, vor allem im SciFi-Genre, ein beliebtes Element (z.B. Zurück in die Zukunft / Terminator). Auch Regisseur George Pal’s Die Zeitmaschine aus dem Jahr 1960 behandelt dieses Thema gekonnt und phantasievoll. Pal (Kampf der Welten) erzählt nach einer Romanvorlage von H.G. Wells die Geschichte des Zeitreisenden George und lässt dabei neben den Ängsten seiner Generation – etwa vor einem Atomkrieg – auch gesellschaftskritische Aspekte in sein Werk einfließen. So verzweifelt der famos agierende Hauptdarsteller Rod Taylor (Die Vögel) beispielsweise mehrfach an der Ignoranz und Kulturlosigkeit der Eloi. Ein weiteres interessantes Story-Element stellt die Rolle der Morlocks dar, die als kannibalistische Tyrannen die Eloi unterjochen. Hierbei wissen selbst heute noch die oscarprämierten Spezialeffekte zu überzeugen und auch die Maskenbildner haben bei der Kreation der Morlocks, die allesamt aussehen wie Miniaturversionen des „incredible Hulk“, ganze Arbeit geleistet. Somit sorgt Die Zeitmaschine auch nach inzwischen 42 Jahren für einen kurzweiligen und unterhaltsamen Filmabend – ob das für 2002 geplante Remake des Stoffes diese Klasse erreichen kann, bleibt abzuwarten.

Die DVD lässt den Streifen in neuer Frische erscheinen. Die Überarbeitung des Bildes ist gut gelungen und auch der Ton bietet zumindest auf der englischen Soundspur ab und zu einige nette Surroundeffekte. Zahlreiche interessante Hintergrundinformationen liefert des weiteren eine fast 50minütige Dokumentation mit dem deutlich gealterten Hauptdarsteller Rod Taylor.

 

Alex´ Filmwertung

Unterhaltsame und phantasievolle Zeitreise in eine weit entfernte Zukunft.

Alex

Alex war Gründungsmitglied des Filmzine-Vorgängers DVD-Headquarters und hat unser Team nach seinem Ausstieg noch längere Zeit als Gastautor unterstützt.

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