End of Watch

© Universal Pictures Home Entertainment | Tobis Film

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End of Watch

USA 2012

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 104 Min.

Studio: Exklusive Media

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment | Tobis Film

Filmzine-Review vom 30.04.2013

In South Central, dem gefährlichsten Bezirk in Los Angeles, gehen die beiden Cops Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Mike Zavala (Michael Pena) Tag für Tag auf Streife. Als eingespieltes Team meistern die zwei immer wieder bedrohliche Konfrontationen mit den verschiedenen Gangs. Als sie eines Tages per Zufall einen vollbepackten Drogenkurier festnehmen, geraten sie ins Visier eines mexikanischen Kartells…

Seinen Durchbruch erlangte David Ayer als Drehbuchautor für Training Day, für den Denzel Washington sogar einen Oscar kassierte. Seitdem gilt Ayer als ausgewiesener Fachmann für aufrechte und korrupte LAPD-Cops sowie knallharte Gangkriminalität auf den sonnendurchfluteten Straßen von Los Angeles. Es folgten das Co-Drehbuch zu Dark Blue sowie die beiden etwas schwächeren Regie-Arbeiten Harsh Times und Street Kings. Mit End of Watch ist Ayer nun wieder eindeutig in bester Training Day-Form. Visuell lässt er die Handlung über weite Strecken aus der Sicht der Streifen-Polizisten mit mehreren Videokameras aufzeichnen. Dieser hektische Stil kann leicht nerven, verstärkt hier aber das Gefühl, dass man Zeuge einer unzensierten Reality Show à la Cops ist. Als Resultat fallen die Action-Szenen, ob Schießerei, Verfolgungsjagd oder Schlägerei, überaus wuchtig und atmosphärisch aus. Das Drehbuch mag aufgrund einiger Klischees nicht sonderlich originell erscheinen, doch dank der beiden gut geschriebenen Hauptcharaktere ist man von Beginn an involviert. Sowohl Jake Gyllenhaal als auch Michael Pena spielen ihre Parts in jeder Sekunde absolut glaubwürdig und leidenschaftlich und zwar ganz gleich, ob sie sich im Streifenwagen gegenseitig veräppeln, sich mit Drogendealern anlegen oder abseits des Polizeialltags mit privaten Problemen kämpfen. Unterm Strich einer der besten und intensivsten Cop-Filme der jüngeren Vergangenheit.

Bei den Extras marschieren DVD und Blu-ray ausnahmsweise im Gleichschritt. Angeboten werden u.a. ein Audiokommentar mit dem Regisseur, 13 deleted Scenes und einige kürzere Featurettes, bei denen es aber häufig zu Überschneidungen kommt. Die deutsche Synchro gibt sich alle Mühe, doch die englische Originalfassung hat mit viel Wortwitz und allerhand Gangster-Slang wie so oft klar die Nase vorn.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Tobis Film kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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