Gefährten

© Walt Disney Studios Home Entertainment

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Gefährten

War Horse

USA 2011

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 146 Min.

Studio: DreamWorks Pictures

Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment

Filmzine-Review vom 11.09.2012

England 1914: Farmersohn Albert (Jeremy Irvine) schafft es tatsächlich, das teuer ersteigerte Pferd Joey zu bändigen. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs muss Alberts Vater (Peter Mullan) Joey allerdings an die britische Kavallerie verkaufen. Albert gibt aber nicht so leicht auf und meldet sich freiwillig zum Militär…

Im Blu-ray Segment laufen momentan die Steven Spielberg-Festtagswochen, u.a. werden innerhalb kurzer Abstände Der weiße Hai, E.T., Indiana Jones und demnächst Schindlers Liste veröffentlicht. Im Vergleich zu den Best of-Hits des Maestros geht Spielbergs aktuelles Werk Gefährten dabei fast ein wenig unter. In der Tat geht dem Regisseur bei der Adaption des Jugendbuchs von Michael Morpurgo in Sachen Kitsch und Schmalz mitunter – ähem – der Gaul durch. So sind die pittoresken englischen Landschaften und die feuerroten Sonnenuntergänge ganz sicher nicht jedermanns Sache. Doch selbst ein mittelmäßiger Spielberg-Streifen ist glücklicherweise um Längen besser als die meisten Hollywoodfilme. Technisch wird Spielberg seinem Wunderkind-Ruf jedenfalls wieder einmal gerecht – besonders zwei Szenen haben es in sich: Zum einen der fatale Angriff der britischen Kavallerie auf eine deutsche Stellung, der in einem Maschinengewehr-Massaker mündet und dann natürlich der nächtliche wilde Ritt Joeys durch das Niemandsland zwischen den Fronten, bei dem das Pferd sich schließlich blutüberströmt im Stacheldraht verheddert. Inhaltlich erinnert Gefährten an den schönen James Stewart-Klassiker Winchester ’73, in dessen Verlauf das titelgebende Gewehr mehrfach den Besitzer wechselt. Gefährten bedient sich dieser episodenhaften Struktur: Joey gerät in die Hände eines britischen Offiziers (Tom Hiddleston), zweier deutscher fahnenflüchtiger Soldaten (u.a. David Kross) und landet dann bei einem französischen Großvater (Niels Arestrup) und dessen Tochter. Die eigentliche Hauptgeschichte, die unerschütterliche Freundschaft zwischen Albert und seinem Pferd, gerät hierbei fast ein wenig aus den Augen.

Der referenzverdächtige DTS-HD High Resolution 7.1-Sound gehört mit einem spektakulären Dauerfeuerwerk an Surround-Effekten ohne Frage zu den technischen Highlights dieses Jahres. Bei den Extras sieht’s nicht ganz so doll aus: Das 20-minütige Gespräch mit Spielberg und Co. am runden Tisch ist spitze, es fehlen aber leider mehrere Features der amerikanischen Ausgabe, u.a. ein ausführliches Making of.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Walt Disney Studios Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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