Get the Gringo

© Concorde Home Entertainment

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Get the Gringo

USA 2012

FSK: ab 18 Jahren

Länge: ca. 96 Min.

Studio: Icon Productions

Vertrieb: Concorde Home Entertainment

Filmzine-Review vom 28.07.2013

Nach einem missglückten Banküberfall landet Driver (Mel Gibson) in einem mexikanischen Mega-Knast mit eigenen Gesetzen. Um an die Millionen-Beute zu kommen, die ihm zwei korrupte Cops abgenommen haben, muss er erst einmal als \“Gringo\“ in der Gefängnis-Stadt überleben…

Es ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit: Während Mel Gibson in den 90ern noch zu den Großverdienern und Topstars Hollywoods gehörte, laufen seine neuen Projekte noch nicht einmal mehr im Kino. In diese missliche Lage hat sich \“Mad Mel\“ aufgrund diverser übelster Skandal-Geschichten selber manövriert, trotzdem hätte der knallharte und unmoralische Gefängnis-Thriller Get the Gringo größere Aufmerksamkeit verdient. Die Rolle des leicht psychopathischen Einzelgängers auf Rache-Kurs beherrscht Gibson jedenfalls nach wie vor aus dem Effeff und auch wenn der Schauspieler stramm auf die 60 zugeht, kann er noch austeilen (und einstecken) wie zu besten Lethal Weapon-Zeiten. Regie-Debutant Adrian Grunberg, Gibsons Regie-Assistent bei Apocalypto, trumpft dank einer erstklassigen Auto-Verfolgungsjagd an der US-Mexikanischen Grenze schon gleich zu Beginn mit viel Tempo auf. Die Szenen in der Gefängnis-Stadt \“El Pueblito\“, die den Großteil der Handlung ausmachen, sind ebenfalls souverän inszeniert und bieten für Action-Fans den einen oder anderen sehenswerten Shoot-Out. Der undurchsichtige und mäßig aufregende Plot mit korrupten Cops, Regierungsangestellten, Verbrecher-Gangs, zwielichtigen Geschäfts-männern und anderem Gesindel spielt hingegen nur die zweite Geige.

Wählt man die englische Originaltonspur, so kommt man am Ende in den Genuss einer recht vergnüglichen Szene, in der Mel Gibson sich am Telefon als Clint Eastwood ausgibt. In der deutschen Fassung mit Elmar Wepper als Synchronsprecher ist dieser Gag natürlich nur halb so witzig. Ansonsten überrascht das doch üppige Bonus-Angebot der Blu-ray, u.a. mit einem Making of, Interviews und Eindrücken von den Dreharbeiten.

 

Marcs Filmwertung

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Concorde Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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