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Hunter Killer

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Hunter Killer

USA 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 122 Min.

Vertrieb: Concorde Home Entertainment

Filmzine-Review vom 15.03.2019

U-Boot-Kapitän Joe Glass (Gerard Butler) und seine Mannschaft werden zu einer gefährlichen Mission in den Arktischen Ozean geschickt. Dort wurde ein weiteres U-Boot der Amerikaner von den Russen unter Beschuss genommen und ist vom Radar verschwunden. Die Fronten sind aber nicht so einfach wie es scheint, denn tatsächlich haben russische Generäle einen Putschversuch gestartet und ihren Präsidenten entführt. Der Anschlag auf das vermisste U-Boot entpuppt sich schnell als cleveres Ablenlenkungsmanöver, das die Amerikaner zu unüberlegten Handlungen zwingen soll. Glass muss unter Wasser die Ruhe bewahren und mit einem russischen Kapitän (Michael Nyqvist) kooperieren, während an Land ein Navy SEALs-Team rund um den Anführer Bill Beaman (Toby Stephens) unter Zeitdruck den Präsidenten befreien muss…

Handlung und Titel dieses U-Boot-Reißers klingen stark nach einem Werk des verstorbenen Bestsellerautors Tom Clancy, der in seinen Militär-Thrillern wie Jagd auf Roter Oktober gerne den Kalten Krieg mit Schwerpunkt auf Ost-West-Gegensätzen thematisierte. Tatsächlich aber basiert Hunter Killer auf dem Roman „Firing Point“ von George Wallace und Don Keith, die in guter Tradition in dem drohenden Weltkriegs-Szenario die pro-amerikanische Sichtweise fortführen, aber zumindest die beiden Supermächte in den entscheidenden Momenten auch zusammenarbeiten lassen. Regisseur Donovan Marsh treibt den Konflikt in drei parallel verlaufenden Handlungssträngen voran: Während sich im Pentagon zunächst hochrangige Miltärs (ungewohnt blass: Gary Oldman und Common) angiften und vergeblich versuchen, der Krise mit den Mitteln der Diplomatie beizukommen, krempelt der gewohnt kernige Gerald Butler einmal mehr die Ärmel hoch und geht unter Wasser auf Weltrettungs-Mission. Dazu wird an Land während des Himmelfahrtskommandos des Navy SEALs-Teams aus allen Rohren geballert. Es passt bei Hunter Killer nicht immer alles zusammen und vielen U-Boot-Effekten sieht man die Computertrickserei stark an, aber Rasanz und ein konstant hohes Spannungsniveau kann man dem temporeichen Action-Thriller nicht absprechen.

Die Blu-ray von Concorde ist technisch makellos. Besonders wirkungsvoll ist die brachiale DTS-HD MA 7.1-Tonspur, die mit Torpedos, Dauerfeuer und Explosionen das Heimkino erzittern lässt. Neben drei Featurettes bieten die Extras Interviews mit Gerard Butler, Gary Oldman, Common und Michael Nyqvist. Der schwedische Schauspieler, der den russischen Seebär Andropov spielt, outet sich in seiner letzten Rolle vor seinem Tod als großer Fan von – na klar – Petersens Das Boot.

 

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Donovan Marsh
    • Interviews mit Gerard Butler, Gary Oldman, Common und Michael Nyqvist (34 min)
    • 3 Featurettes: Geheimakte Hunter Killer – Die Crew, Geheimakte Hunter Killer – Taktische Bereitschaft, HBO First Look: Hunter Killer – Unter der Oberfläche (37 min)
    • Dt. Trailer & Original Trailer
    • Trailer zu 4 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Kernig-kurzweilige Non-Stop-U-Boot-Action mit leicht abgestandenem Ost-West-Weltkriegsszenario.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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