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JGA: Jasmin. Gina. Anna.

© 2022 LEONINE Studios

JGA: Jasmin. Gina. Anna.

D 2022

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 119 Min.

Vertrieb: LEONINE

Filmzine-Review vom 13.08.2022

Eigentlich wollen Jasmin (Luise Heyer), Gina (Taneshia Abt) und Anna (Teresa Rizos) ihre Freundin Helena (Julia Hartmann) mit einem richtig schön peinlichen Junggesellinnenabschied überraschen, aufblasbarer Pimmel inklusive. Doch die Braut in spe ist schwanger und sucht nach wenigen Minuten das Weite. Egal, J, G und A lassen sich den Spaß nicht verderben und ziehen den Rest des Wochenendes wie geplant durch und brechen allein zum Kurztrip nach Ibiza auf. Dort treffen sie ausgerechnet auf Tim – Jasmins Verflossenen, aber nicht Vergessenen –, der hier mit seinen Freunden (u.a. Axel Stein und Trystan Pütter) ebenfalls seinen JGA feiert. Doch damit fangen die Turbulenzen erst an…

Wer in einer deutschen Großstadt lebt, begegnet ihnen zwangsläufig jedes Wochenende: mehr oder weniger großen Grüppchen mit Tüllröcken, Motto-Shirts, Haarreifen, Bauchladen und unangenehm guter Laune. Auf den ersten Blick passen unsere drei Protagonistinnen von JGA genau in dieses Schema. Davon sollte man sich allerdings nicht abschrecken lassen, denn die unsichere Jasmin, die kodderschnäutzige Gina und die naiv-unbedarfte Anna haben alle ihr Päckchen zu tragen. Über dem Ibiza-Wochenende schweben so existenzielle Fragen wie: Was denken bloß die Leute, wenn ich mit 40 noch Single bin? Warum finde ich bloß nicht den Richtigen? Brauche ich überhaupt einen Mann? Dabei legt Regisseur Alireza Golafshan Wert darauf, die drei nicht eindimensional und erst recht nicht lächerlich wirken zu lassen. Insgesamt hätte JGA gern noch ein bisschen lustiger sein dürfen. So schafft es vielleicht nicht jeder Gag über die Ziellinie, aber man fragt sich dann doch, wie das Team jemals den Dreh des schlechtesten und gleichzeitig tragik-komischsten Männerstrips aller Zeiten in den Kasten bekommen hat. Wahrscheinlich mit vielen Schnitten und Meditation. Nachdem Luise Heyer zuletzt in dem DDR-Drama Nahschuss überzeugte, sieht man sie hier in komplett neuem Licht. Eine kleine Neuentdeckung ist Taneshia Abt als Großstadtgöre mit großer Fresse. Axel Stein hat vergleichsweise wenig zu tun, doch insgesamt ist auch die Männertruppe gut aufgelegt.

Die Interviews mit dem Regisseur und sämtlichen Hauptdarstellern bringen es auf eine knappe Dreiviertelstunde. Davon abgesehen sind noch ein B-Roll und eine Handvoll Trailer mit an Bord.

 

Blu-ray Extras:

    • B-Roll (8 min)
    • Interviews mit Regisseur und Cast (insg. 42 min)
    • Kinotrailer zum Film
    • Trailer zu 6 weiteren Titeln

 

Ninas Filmwertung

Nicht abschrecken lassen – diese deutsche Komödie über den Wert von Beziehungen und Freundschaft ist absolut einen Blick wert!

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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