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Mein Jahr in New York

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Mein Jahr in New York

My Salinger Year

USA 2020

FSK: ab 0 Jahren

Länge: ca. 97 Min.

Vertrieb: Koch Films

Filmzine-Review vom 23.09.2021

Mitte der 90er Jahre zieht Joanna Rakoff (Margaret Qualley) nach New York, wo sie hofft, als Dichterin und Schriftstellerin Fuß zu fassen. Überglücklich und hochmotiviert tritt sie eine Stelle als Assistentin in der Literaturagentur von Margaret (Sigourney Weaver) an. Ihre altmodische Chefin, die mit aller Macht versucht, den Einzug des ersten PCs in die Büroräume zu verhindern, vertritt einen überaus illustren Klienten: den öffentlichkeitsscheuen J.D. Salinger. Joanna soll die Berge von Fanpost, die Woche für Woche in der Agentur eintrudeln, mit vorgefertigten Formschreiben beantworten, droht darüber hinaus jedoch ihre eigenen Ambitionen zu vergessen…

Mein Jahr in New York, die Verfilmung des autobiografischen Romans von Joanna Rakoff (der in der deutschen Version übrigens „Lieber Mr. Salinger“ hieß) durfte 2020 die Berlinale eröffnen. Der Hype um den „Der Fänger im Roggen“-Autor Salinger, der sich schon in den 60ern aus der Öffentlichkeit zurückzog, bildet den Hintergrund für eine verträumte Coming-of-Age-Story, die mehrere Wege auf einmal (vielleicht auch ein paar zu viel) einschlägt. Neben ihren beruflichen Plänen versucht Joanna auch ihr Liebesleben auf die Reihe zu kriegen, doch die teils bewegenden Fanbriefe in der Agentur lassen sie auch nach Feierabend nicht los. Einige Schreiben berühren sie so sehr, dass sie unerlaubterweise persönliche Antworten verfasst und abschickt. Dass ihr egoistischer Freund sich von ihr den Rücken freihalten lässt, um seine Schriftstellerträume zu verfolgen, während Joanna ihre eigenen Ambitionen hinten anstellt, merkt sie erst spät. Zwischendurch gibt es einige Telefonate und Begegnungen mit dem Kultautor und den überraschenden Tod einer Figur, von deren Existenz man bisher gar nichts wusste, und alles wird zwar nett und charmant verpackt, hat letztendlich aber wenig Durchschlagskraft. Glücklicherweise wird das leichte New-York-Drama von zwei starken Leads getragen. Margaret Qually lässt mit strahlenden Augen die Liebe zur Literatur lebendig werden. Sie und Sigourney Weaver haben sichtlich Spaß an ihren Rollen und können über so manche Schwäche hinweghelfen.

 

Blu-ray Extras:

    • Interviews mit Margaret Qualley, Philippe Falardeau und Joanna Rakoff (16 min)
    • Mein Jahr in New York – Berlinale 2020 (3 min)
    • Original Trailer & dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 3 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Ninas Filmwertung

Luftig-leichte Coming-of-Age-Story im New Yorker Literaturmilieu der 90er Jahre nach dem autobiografischen Roman von Joanna Rakoff.

Nina

Nina

Synchronisationsverweigerin. Steht auf Klassiker und hat eine Schwäche für Hitchcock, James Stewart und Cary Grant. Bevorzugt Independent-Kino und visuell aus dem Rahmen fallende Filme à la Tim Burton oder Wes Anderson.

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