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Peppermint

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Peppermint – Angel of Vengeance

USA 2018

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 101 Min.

Vertrieb: Universum Film

Filmzine-Review vom 14.04.2019

Bei einem mörderischen Anschlag auf ihre Familie verliert Riley North (Jennifer Garner) ihren Mann und ihre kleine Tochter. Riley, die schwerverletzt überlebt hat, setzt alles daran, die Täter aus dem Drogengangmilieu hinter Gitter zu bringen. Doch das Justizsystem versagt kläglich und alle Angeklagten werden in die Freiheit entlassen. Mit der Niederlage will sich die Witwe nicht abfinden. Sie taucht fünf Jahre unter und trainiert sich die nötigen Eigenschaften an, um ihren persönlichen Rachefeldzug zu starten…

Mit Taken / 96 Hours gelang Pierre Morel vor gut 10 Jahren einer der gradlinigsten und spannendsten Rache-Kracher der jüngeren Vergangenheit, der Hauptdarsteller Liam Neeson über Nacht zum gefragten Action-Star machte und den Regisseur als den kommenden Genre-Fachmann etablierte. Eine Dekade später muss man leider feststellen, dass die Lobeshymnen doch ein wenig verfrüht verfasst worden sind. Morels Karriere stagniert, auch weil er wie nun mit Peppermint – Angel of Vengeance im Grunde genommen immer wieder den gleichen Film dreht: Gefällig inszenierte, leicht konsumierbare Selbstjustiz-Action mit hohem Bodycount, die man 5 Minuten nach dem Abspann bereits wieder abgehakt hat. Was Peppermint von der Ramschware abhebt, ist einzig und allein Hauptdarstellerin Jennifer Garner. Ihre glorreiche TV-Vergangenheit als Superspionin in Alias (von JJ Abrams) kommt ihr hier zu Gute, denn scheinbar mühelos und mit überzeugender Präsenz räumt sie als unerbittlicher Racheengel mit dem Boss des Drogenkartells (Ruan Pablo Raba) und seinen Scharen von unfähigen Minions auf. Der Wandel von der Vorstadt-Soccermom zur Kampfmaschine wird allerdings nicht plausibel erklärt und dauert im Film nur ein paar Augenblicke, stattdessen verschwendet Peppermint unnötig viel Zeit mit langweiligen Versuchen seitens der Cops, die untergetauchte Kämpferin ausfindig zu machen.

Bild und Ton der Blu-ray sind auf technisch hohem Niveau, besonders die Los Angeles-Schauplätze von Santa Monica bis zum Downtown-Obdachlosen-Viertel Skid Row kommen gut zur Geltung. Die Bonussektion ist überschaubar und recht promolastig, den besten Eindruck hinterlassen die Interviews mit Jennifer Garner und dem französischen Regisseur.

 

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Pierre Morel
    • Interview mit Cast & Crew: Jennifer Garner, John Gallagher Jr., John Ortiz und Pierre Morel (14 min)
    • Featurette: Justice (2 min)
    • B-Roll (4 min)
    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 7 weiteren Titeln

 

Marcs Filmwertung

Gefällig inszenierte, leicht konsumierbare Selbstjustiz-Action mit hohem Bodycount und taffer Heldin.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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