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The Rhythm Section

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The Rhythm Section – Zeit der Rache

Großbritannien / Irland / Spanien 2020

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca. 109 Min.

Vertrieb: LEONINE

Filmzine-Review vom 16.07.2020

Nachdem ihre Eltern und Geschwister bei einem Flugzeug-Terroranschlag ermordet worden sind, verliert Stephanie Patrick (Blake Lively) die Kontrolle über ihr Leben und landet als Drogenabhängige in der Prostitution. Über einen Journalisten erfährt Stephanie schließlich mehr über die Hintergründe des Attentats. Sie schmiedet einen Racheplan, doch zunächst muss sie das harte Training eines Ex-MIA 6-Spezialisten (Jude Law) über sich ergehen lassen….

Junge attraktive Frauen, die sich nach einem Gang durchs Stahlbad zu eiskalten Profi-Killern ausbilden lassen und einen Rachefeldzug starten? Das ist eigentlich das Terrain von Luc Besson, der diese Geschichte seit Jahren immer wieder aufwärmt (Anna, Colombiana), ohne dabei auch nur im Ansatz die Brillanz seines Kulthits Nikita zu erreichen. Mit The Rhythm Section wildern nun die beiden renommierten Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli mit überschaubarem Erfolg in diesem Genre. Basierend auf einer Thriller-Reihe von Mark Burnell übernimmt Blake Lively, die ja schon in dem Hai-Schocker The Shallows eine erstaunlich zähe Toughness an den Tag gelegt hat, die Rolle der anfangs zögerlichen Vollstreckerin und später dann Eliteagentin. Beonders gelungen sind sicherlich ihre Szenen mit Jude Law, der sie als Mentor in den schottischen Highlands durch ein hartes Trainingsprogramm schleift. Inhaltlich geht es dann genrebedingt quer über den Globus (u.a. Tangier, Madrid, New York und Marseille) zu diversen Zielen, die eleminiert werden müssen. Die Verfolgungsjagden und Kampfszenen sind robust und temporeich inszeniert, wenngleich der ganz große Aha-Effekt sich nicht einstellen will. Und ob aus dem Film tatsächlich eine Reihe à la Bourne wird, ist mehr als zweifelhaft, denn in den US-Kinos ging The Rhythm Section hoffnungslos unter und stellte sogar einen neuen Minusrekord auf: Noch nie hat ein Titel mit über 3000 Kopien am Startwochenende so wenig Geld eingespielt.

In der Bonussektion bietet die Blu-ray einige durchaus interessante kürzere Featurettes, u.a. wird die in der Tat bemerkenswerte Bus-Explosion am Ende des Films erläutert, dazu gesellen sich ein halbes Dutzend entfernter Szenen.

 

Blu-ray Extras:

    • Stephanie’s Journey (8 min)
    • Fight or Flight (6 min)
    • Never Leave Second Gear (6 min)
    • One Shot Explosion (2 min)
    • Designing the Rhythm Section (3 min)
    • 6 deleted Scenes (18 min)
    • Trailer zu 6 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Grundsolider Rache-Reißer für den kleinen Action-Hunger zwischendurch.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

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Leserwertung

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