Silver Linings

© Senator Home Entertainment

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Silver Linings

Silver Linings Playbook

USA 2012

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 122 Min.

Studio: The Weinstein Company

Vertrieb: Senator Home Entertainment

Filmzine-Review vom 04.06.2013

Nach 8 Monaten in der Psychiatrie versucht Pat Solatano (Bradley Cooper) wieder im normalen Alltag Fuß zu fassen. Das ist nicht so einfach, denn Pat hat alles verloren: seine Frau, sein Haus und seinen Job. Und obwohl er sich alle Mühe gibt, bekommt er seine Wutanfälle nur schwer unter Kontrolle, was auch das Zusammenleben mit seinen Eltern auf eine harte Probe stellt. Ein Silberstreif am Horizont erscheint erst, als er Tiffany (Jennifer Lawrence) kennenlernt, die ihrerseits ein ganzes Bündel an Problemen mit sich herumschleppt…

Mit seiner Verfilmung des Romans The Silver Linings Playbook von Matthew Quick hat Regisseur David O. Russell (The Fighter, Three Kings) eine bemerkenswerte Romantikkomödie auf die Leinwand gebracht. Wenn man Silver Linings denn Romantikkomödie nennen darf, denn auch wenn der Film zahlreiche amüsante Momente hat: Die zugrundeliegenden Schicksale sind einfach viel zu hart, um sie gänzlich komödiantisch zu verarbeiten. Und so fischt Silver Linings auch durchaus in dramatischen Gewässern, ohne dabei jemals in das eine oder andere Extrem abzudriften. Dass der für 8 Oscars® nominierte Streifen den schmalen Grat zwischen Komödie und Drama dabei so zielsicher und (trotz Tanzszenen) völlig kitschfrei trifft, liegt in allererster Linie an den außergewöhnlichen Darstellerleistungen. Dabei kann man sich kaum entscheiden, wer hier die größere Leistung abliefert: Hauptdarsteller Bradley Cooper, der besonders auch die dunklen Seiten seines Charakters mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit neben die charmanten und naiv-ehrlichen Momente stellt, oder seine Co-Protagonistin Jennifer Lawrence, die für ihre Darstellung der exzentrisch-lauten und gleichzeitig sensibel-zerbrechlichen Tiffany völlig zu Recht mit ihrem ersten Oscar® (nach ihrer Nominierung für Winter’s Bone 2011) als Beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Und auch die Nebenrollen sind hochkarätig und perfekt besetzt – neben Robert De Niro brilliert Jacki Weaver als entschlossene, aber überforderte Mutter, internationalen Flair bringt Bollywood-Größe Anupam Kher als Pats Psychotherapeut Dr. Cliff Patel in die Cast und für einen sympathischen Hauch Verrücktheit (wenn der Film den denn noch braucht) sorgt Chris Tucker als dauerausbrechender Psychiatriekollege.

Wer emotionales und herzergreifendes Kino mag, aber die Nase voll hat von klischeebehafteten und tränentriefenden RomComs von der Stange, wird an Silver Linings seine helle Freude haben. Zweifellos einer der besten Filme des Jahres und ein Genre-Highlight der ganz besonderen Art.

Gut, dass man sich nach den noch immer viel zu kurzen 122 Minuten noch nicht sofort vom Bildschirm losreißen muss: Dank der Extras lässt der Abschied sich noch deutlich hinauszögern. Nach einer satten halben Stunde Deleted Scenes, einem ebenfalls halbstündigen Making Of sowie zwei Mini-Featurettes und einem kurzen Tanz-Special kann hoffentlich auch der größte Fan erst einmal zufrieden den Kinoabend beenden…

 

Katjas Filmwertung

Vielschichtige Romantik-Komödie mit vielen ernsten und dunklen Tönen, getragen von einer sensationellen und zu Recht preisgekrönten Cast.

Katja

Katja

Originalton-Verfechterin, Fantasy- und Serien-Fan. Schaut gerne spanische und französische Filme, um den Kopf ein-, sowie auch mal Bollywood und gute RomComs, um ihn auszuschalten.

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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Senator Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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