© Bildmaterial Studiocanal

The Killing – Staffel 4

© Studiocanal

© Studiocanal

The Killing – Staffel 4

USA 2014

FSK: ab 16 Jahren

Länge: ca.  336 Min.

Studio: Netflix

Vertrieb: Studiocanal

Filmzine-Review vom 26.10.2015

Obwohl die Amis uneinholbar Spitzenreiter in Sachen ambionierter TV-Unterhaltung sind, schielen die verantwortlichen Macher auch mal gerne nach Europa und bereiten erfolgreiche Konzepte für den heimischen Markt neu auf. So lief etwa die schwedisch-dänische Hitserie Die Brücke als The Bridge an der mexikanisch-kalifornischen Grenze und aus der BBC-Serie Broadchurch entstand Gracepoint. Den Anfang für diesen kleinen Trend machte aber der dänische Publikumshit Kommissarin Lund – Das Verbrechen, der in den USA mit fast identischer Erzählstruktur als The Killing ebenfalls für viel positive Resonanz sorgte.

Statt Sarah Lund geht in der US-Fassung im verregneten Seattle Sarah Linden (Mireille Enos) mit Hilfe des aufbrausenden Kollegen Holder (Joel Kinnaman aus dem Robocop-Remake) auf beschwerliche Mörder-Jagd. In der vierten und letzten Staffel verschlägt es die beiden Cops an eine Militär-Akademie. Hier steht ein junger Kadett (Tyler Ross) unter dem Verdacht, seine Familie ermordet zu haben. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, da sich Leiterin Colonel Margaret Rayne (Joan Allen) ein ums andere Mal quer stellt. Parallel zu dem neuen Fall bleibt natürlich auch noch die wesentlich interessantere Frage zu klären, inwiefern es den beiden gelingt, ihre Ermordung des Pied Piper-Killers (Ende Staffel 3) zu vertuschen. Sowohl Linden als auch der werdende Vater Holder leiden unter heftigen Gewissensbissen und müssen sich zudem mit ihrem neugierigen Kollegen Reddick (Gregg Henry) herumschlagen, der längst Lunte gerochen hat. Ob und wie das Duo aus dieser Nummer wieder herauskommt, stellt den Mord an der Militär-Akademie (mit den üblichen Drill- und Erniedrigungsritualen) klar in den Hintergrund.

Highlight der mit nur 6 Folgen relativ kurzen Staffel ist die von Oscar-Regisseur Jonathan Demme inszenierte finale Folge. Für den vorzeitig ausgestiegenen Kabelsender AMC (Mad Men, Breaking Bad) ist für den durchaus würdigen Serien-Abschluss nun Netflix als Produzent eingesprungen. Auf der Blu-ray wird die triste Seattle-Atmosphäre wiederum in hervorragender Bildqualität eingefangen. Extras werden abgesehen vom Epiosden Guide leider nicht angeboten.

 

 

Folgen

01. Blut im Wasser
02. Ausgerutscht
03. Ein guter Soldat
04. Geträumt
05. Die Wahrheit
06. Der Garten Eden

 

Marcs Filmwertung

Nach vier Staffeln ist Schluß: Würdiger, wenn auch etwas kurz geratener Abschied von Detective Linden und Holder.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
Beste Serie aller Zeiten: The Wire

Alle Reviews anschauen

Leserwertung

Eure Leserwertung:
[Gesamt:3    Durchschnitt: 4.7/5]

Trailer

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Studiocanal kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.