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Uncharted

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Uncharted

USA 2022

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 116 Min.

Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 17.08.2022

In New York schlägt sich der junge Nathan Drake (Tom Holland) als Barkeeper durch und zockt nebenbei als Taschendieb reiche Kunden in der Bar ab. Eines Tages wird Nate von dem leicht zwielichtigen Victor „Sully“ Sullivan (Mark Wahlberg) angesprochen. Sully gibt nicht nur vor, seinen Bruder gekannt zu haben, sondern möchte Nate für eine abenteuerliche Reise nach dem geheimen Goldschatz des berühmten Entdeckers Ferdinand Magellan rekrutieren…

Mit Adaptionen von erfolgreichen Videopspielen ist das ja immer so eine Sache. Zuletzt hat etwa Netflix die Serien-Version von Resident Evil komplett in den Sand gesetzt und sich so den Unmut der Gaming Community zugezogen. Und auch andere Hits wurden mehr schlecht als recht für die große Leinwand umgesetzt, siehe Tomb Raider, Assassin’s Creed oder WarCraft. Alles keine guten Vorzeichen also für Uncharted, den vielleicht größten und beliebtesten Playstation-Titel, der seit 2007 für Furore sorgt. Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat es die Abenteuer-Serie rund um Nathan Drake unter der Regie von Ruben Fleischer (Zombieland) nun doch noch geschafft. Wie schon das Spiel bedient sich auch der Film ausgiebig bei Spielberg und Lucas und deren unsterblichen Indiana Jones-Klassikern. Erzählt wird zwar eine Origin-Story, doch Zuschauer, die mit der Reihe vertraut sind, werden schnell Einflüsse von Uncharted 4: A Thief’s End ausmachen. Als gut geölte Blockbuster-Unterhaltung kann man dann insgesamt durchaus von einer gelungenen und besonderes in der zweiten Hälfte recht flotten und actionreichen Umsetzung sprechen. Hauptdarsteller Tom Holland mag in der Hauptrolle vielleicht eine Spur zu jung sein, ist aber genau wie als Spider-Man charmant, witzig und sehr präsent. Die Chemie zwischen ihm und seinem griesgrämigen Mentor Sully (Wahlberg) hätte hingegen ein bisschen mehr Dynamik gebrauchen können. Wenn sich die beiden in irgendwelchen Katakomben über uralte Rätsel streiten, hinken die Dialoge doch oft hinterher. Auch fehlt dem Film ein richtig guter Bösewicht – Antonio Banderas und seine Handlanger bleiben leider ziemlich blass. Zum Ende aber zündet Uncharted ein furioses Finale mit spektakulären Momenten, auf das auch Indy stolz wäre.

Die Blu-ray von Sony bietet ein plastisches, detailreiches Bild, das auch in den dunklen Passagen in jeder Szene überzeugen kann. Die Extras sind kurzweilig, wenngleich sehr promolastig.

 

Blu-ray Extras:

    • Audiokommentar mit Regisseur Ruben Fleischer
    • Spannung pur: Stunts & Action (6 min)
    • Becoming Nathan Drake (4 min)
    • Bösewichte, Verräter und Komplizen (4 min)
    • Am Set mit Ruben Fleischer (4 min)
    • Buddy System (4 min)
    • Big Action Breakdown: C-17 Globemaster (5 min)
    • 8 Deleted Scenes (10 min)
    • Music Video
    • Theatrical Marketing (4 min)

 

Marcs Filmwertung

Nicht auf Indiana Jones-Niveau, aber durchaus gut geölte Blockbuster-Unterhaltung mit furiosem Finale.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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