© Bildmaterial Constantin Film

Papillon

© Constantin Film

Papillon

USA 2017

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 134 Min.

Vertrieb: Highlight

Filmzine-Review vom 14.12.2018

Frankreich, Anfang der 1930er: Safeknacker Henri Charriere (Charlie Hunnam), der wegen seines Schmetterlings-Tattoos von allen nur „Papillon“ genannt wird, wird von seinem Unterweltboss hereingelegt und für einen Mord, den er nicht begangen hat, zu einer lebenslänglichen Haftstrafe in einer berüchtigten Strafkolonie in Französisch-Guyana verurteilt. Auf der Schiffsreise zur Kolonie trifft er auf den ebenfalls verurteilten, cleveren Fälscher Louis Dega (Rami Malek). Dega verfügt über einen finanziellen „Notgroschen“, der es ihm erlaubt, Papillon als Beschützer zu engagieren. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich in den Jahren der Haft, in denen Papillon immer wieder erfolglose Fluchtversuche initiiert, eine tiefe Freundschaft. Schließlich landen die beiden auf der ausbruchssicheren Teufelsinsel…

Henri Charrières in Teilen autobiographischer Roman „Papillon“ war als Buch ein Welterfolg und zog 1973 eine gelungene Hollywood-Verfilmung mit den damaligen Mega-Stars Steve McQueen und Dustin Hoffman nach sich (Regie: Franklin Schaffner). Warum man nun diesen Klassiker des Gefängnis- und Ausbruchsfilm noch einmal neu auflegen musste, erschließt sich nicht unbedingt. Der dänische Regisseur Michael Noer, der in seiner Heimat mit dem harten Knastdrama R auf sich aufmerksam machen konnte, müht sich in dem aufwendigen Remake zumindest nach Kräften. Und wer mit dem Original nicht vertraut ist, darf sich durchaus auf ein spannendes Update des Abenteuerstoffs freuen. Dem schonungslosen Alltag der Strafkolonien zwischen Tropenfieber, Mangelernährung, sadistischen Wärten und langer Einzelhaft mangelt es nicht an intensiven Szenen. Trotzdem will der Funke nicht 100%ig überspringen. Charlie Hunnam, der den Schritt vom TV-Star (Sons of Anarchy) zum Kinohelden noch nicht ganz geschafft hat, besitzt in der Titelrolle nicht das Charisma und die unerschüttliche Coolness von Steve McQueen. Rami Malek als bebrillter, schmächtiger Fälscher, der in der Strafkolonie auf Papillons Hilfe angewiesen ist, zeigt sich hingegen als durchaus würdiger Hoffman-Nachfolger.

Die Blu-ray präsentiert eine im Vergleich zur deutschen Kinoversion um 10 Minuten längere Fassung, u.a. mit zusätzlichen Paris-Szenen zu Beginn, einer Traum-Sequenz sowie Extraszenen von der Teufelsinsel. Weiteres Material, das es nicht in die Endfassung geschafft hat, findet man noch im Bonusbereich.

 

Blu-ray Extras:

    • 13 deleted Scnes (31 min)
    • Dt. Trailer zum Film
    • Trailer zu 5 weiteren Titeln
    • Wendecover

 

Marcs Filmwertung

Passables Update, das aber nicht ganz die Klasse des berühmten Gefängnis- und Abenteuerfilmklassikers erreicht.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Leserwertung

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