Ex Machina

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Ex Machina

GB 2015

FSK: ab 12 Jahren

Länge: ca. 108 Min.

Studio: Film4, DNA Films

Vertrieb: Universal Pictures Home Entertainment

Filmzine-Review vom 18.09.2015

Programmier-Ass Caleb (Domhnall Gleeson) gewinnt als Angestellter eines Google-ähnlichen Mega-Konzerns einen firmeninternen Wettbewerb und wird zur Belohnung eine Woche in das entlegene Anwesen des milliardenschweren Firmenchefs Nathan (Oscar Isaac) eingeladen. Dieser bastelt hinter verschlossenen Türen am weiblichen Roboter Ava (Alicia Vikander), einem Androiden mit einem Höchstmaß an künstlicher Intelligenz. In einer Versuchsreihe soll Caleb herausfinden, ob Ava tatsächlich über ein Bewusstsein verfügt und wie weit sie in der Lage ist, dieses zu benutzen, um ihren Schöpfer zu manipulieren…

Als Schriftsteller und Drehbuchautor von Hits wie The Beach, 28 Days Later und Sunshine hat sich der Brite Alex Garland in der Vergangenheit einen Ruf als Kultschreiber aufgebaut. In dem ambitionierten Sci-Fi-Kammerspiel Ex Machina nimmt Garland nun zum ersten Mal auf dem Regie-Stuhl Platz und demonstriert eindrucksvoll, dass er sich bei Danny Boyle und Co. den einen oder anderen Kniff abgeguckt hat.

Das Tempo mag betont zurückhaltend sein, trotzdem ist Ex Machina mit Abstand eine der faszinierendsten und stilvollsten Arbeiten zum thematischen Genre-Evergreen Künstliche Intelligenz und den grundlegenden Fragen des menschlichen Wesens. Das futuristische Ambiente in einem elektronisch kontrollierten Designerhaus sorgt für klaustrophobische Beklemmung, die von den durchgehend symmetrischen Kameraeinstellungen noch verstärkt wird.

In diesem Umfeld entwickelt sich zwischen den beiden männlichen Hauptdarstellern und der Roboter-Dame ein intelligentes Katz- und Mausspiel mit einer Vielzahl von überraschenden Wendungen. Domhnall Gleeson als unsicherer Programmierer-Nerd und Oscar Isaac als einschüchternde Mischung aus Steve Jobs und modernem Frankenstein sind überzeugend, werden aber von dem neuen Schweden-Star Alicia Vikander als verführerisches Maschinenwesen noch übertrumpft.

Die Blu-ray glänzt zumindest in der engl. Tonfassung mit einer sehr lebendigen und stimmigen  Klangkulisse. Auch das überwiegend kühle Bild ist angemessen scharf und kann vor allem bei den Landschaftsaufnahmen (gedreht wurde in Norwegen) punkten. Bei den Extras hat Universal im Vergleich zum US-Pendant leider deutlich abgespeckt. Statt ausführlicher Interviews und Making of werden auf der dt. Scheibe lediglich einige Mini-Featurettes präsentiert.

 

 

Marcs Filmwertung

Starkes Regie-Debüt von Alex Garland und einer der überzeugendsten Sci-Fi-Beiträge zum Thema Künstliche Intelligenz.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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