© Bildmaterial Walt Disney Studios Home Entertainment

Doctor Strange

©2016 Marvel

 

Doctor Strange

USA 2016

FSK: ab 12 Jahren

Länge: 115 Min.

Studio: Marvel Studios

Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment

Filmzine-Review vom 18.03.2017

Nach einem schweren Autounfall kann der brillante Neurochirurg Steven Strange (Benedict Cunberbatch) seine Hände kaum noch bewegen. Da konventionelle Medizin nicht weiterhelfen kann, sucht Strange nach einem Tipp eines ehemaligen gelähmten Patienten Hilfe in Nepal. Dort trifft er auf eine mysteriöse Heilerin namens The Ancient One (Tilda Swinton) sowie ihren treuen Diener Baron Mordo (Chiwetel Ejiofor). Strange wird langsam in die Geheimnisse ihrer Zunft eingeweiht und lernt u.a. die Naturgesetze auszuhebeln. Seine neuen übersinnlichen Fähigkeiten muss er schon bald darauf im Kampf gegen einen abtrünnigen Ex-Schüler des Magier-Ordens (Mads Mikkelsen) einsetzen…

Doctor Strange, der zweite Film in der dritten Phase des MCU, ist ein durchaus gelungener Einstieg in die mystischen Gefilde der Marvel-Comic-Helden. Die Einführung des Zauberers, der erstmalig 1963 in den Heften („Strange Tales“) auftrat, erscheint gerade noch rechtzeitig zum nächsten Avengers-Abenteuer Infinity War, das 2018 mit Strange als Wunderwaffe im Kampf gegen den Übergegner Thanos anlaufen wird. Beim ersten Solo-Auftritt kommt Doctor Strange aber problemlos ohne die Unterstützung der Spandex-Fraktion von den Avengers über die Runden. Das liegt zum einen an der gewieften Regie von Horror-Spezi Scott Derrickson (Sinister), der sich visuell mehrfach bei modernen Genreklassikern wie Matrix, Dark City und speziell Inception orientiert. Insbesondere an den gefalteten und rotierenden Häuserschluchten New Yorks kann man sich kaum satt sehen. Neben der optischen Extravaganz steht und fällt der Neuzugang natürlich mit der Besetzung. Aber auch hier macht der Film alles richtig, denn Benedict Cumberbatch ist in der Rolle des anfangs arroganten und fast schon unausstehlichen Superchirurgen, der sich im Verlauf zum „Sorcerer Supreme“ wandelt, wie so oft perfekt besetzt. Gleiches gilt für die chamäleonartige Tilda Swinton, die man nun wirklich nicht jeden Tag in einem Mega-Blockbuster zu sehen bekommt. Einzig Mads Mikkelsen ist als Schurke in erster Linie drehbuchbedingt nicht wirklich präsent und auch Rachel McAdams wird in der undankbaren Rolle der Ex-Freundin von Dokor Strange doch arg vernachlässigt.

Auf herausragende technische Umsetzung kann man sich bei Disney/Marvel immer verlassen und auch Doctor Strange bildet keine Ausnahme. Sowohl das farbenfrohe, gestochen scharfe Bild als auch der kraftvolle Ton mit Spitzenraumklang sind referenzwürdig. Bei den Extras bieten insgesamt 5 Featurettes und der Audiokommentar mit dem Regisseur die besten Infos. Am meisten Spaß macht der Thor-Kurzfilm, der den nordischen Superhelden beim WG-Abhängen mit seinem gestressten Normalo-Mitbewohner zeigt.

 

 

Marcs Filmwertung

Marvel kann auch psychedelisch: Visuell abgedrehter Comic-Trip mit Benedict Cumberbatch als  magischer Weltenretter.

Marc

Marc

Cineast bis in die Haarspitzen. Anything goes außer Schweiger & Schweighöfer und Bollywood. Regie-Lieblinge: Fincher, Mann, Scorsese, Coppola, Lynch, die Coens, Tarantino, Cameron, De Palma, P.T. & Wes Anderson, Spielberg.
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Cast & Crew

Diese DVD/Blu-ray wurde uns vom Vertrieb Walt Disney Studios Home Entertainment kostenlos zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Unsere Bewertung ist davon jedoch nicht beeinflusst und gibt die unabhängige, persönliche Meinung des jeweiligen Rezensenten wieder.
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